Personenführung mit Jan Hansen : Detailbedacht, mag aber auch Pommes mit Senf
Einzelhändel, Schneiderei, eigenes Label, Philosophie, PR-Agentur – und jetzt zur taz. Klassischer Weg also. Vom neuen Mitarbeiter im taz Shop, der neue, junge Zielgruppen ansprechen möchte.
Aus der taz | Jeder Laden mit Dingen des Lebens – im weitesten Sinne – überlegt sich: Welche Produkte biete ich an, um meine Community, um meine Kundschaft glücklich zu stimmen? So auch der taz Shop, in dem alle Dinge erwerben können, die ihnen in ihrer Lebenswelt guttun können. Der Autor dieser Zeilen weiß das aus eigener Erfahrung sehr zu schätzen, etwa bei Rotwein, Pfannen oder schönen Dosen.
Das taz Haus hat nun einen neuen Kollegen, Jan Hansen, der das taz-Shop-Team verstärkt – qua Jugendlichkeit, qua Kenntnis schönster Produkte, die in seiner Generation Anklang finden können.
Der neue Kollege sagt: „Auffällig an der taz ist ihr starker Markennimbus; überzeugend, dass sie für Freiheit und alternative Wege steht.“
Vom Einzelhändler und Label zur taz
Er, aufgewachsen in Lauf an der Pegnitz, Franken, hat quasi Einzelhändler gelernt. Nach Schule und Ausbildung im dualen Studium besuchte er eine Modeschule, lernte Schneiderei und Design, gründete ein eigenes Label, lancierte ein Kunstprojekt. Schließlich studierte er Philosophie und Religionswissenschaft, war dann aber doch nicht in einer Pfarrei, sondern in einer PR-Agentur.
Jetzt also bei der taz, was uns auch in modischer Hinsicht erheblich erfrischt – und freut. Worauf es ihm nun ankommt? Wie immer bei echten Profis aus den ästhetisch orientierten Bereichen: das entscheidende Detail.
Und, wie er formuliert: „Der Auftrag lautet: Umsatz, Messbarkeit“ und Sexyness des Shops selbst. „Neue Zielgruppen für den taz Shop, junge hippe Leute, die noch nicht mit dem taz-Kosmos vertraut sind. Ich bin im steten Versuch begriffen, ein starkes und wichtiges Team des Hauses auch nach außen sichtbarer zu machen.“
Jan Hansen bekennt sich dazu, auch so manches Kulturelles nicht zu mögen. Zum Beispiel: „Theater, Metallica, Paris, Reisen allgemein, Kant, Ulysses, Meinungen.“
Er ist also mehr ein Spürer, ein Fühler, einer, der das ganze Meinungsgetue eher öde findet. Interessant findet er: Smalltalk, Nettsein, Elfriede Jelinek, TikTok, Pommes mit Senf, Anna von Hausswolff – die schwedische Organistin –, das Mysterium des Selbstbewusstseins und die Farbe Orange.
Das bisherige taz-Shop-Team weiß sich glücklich mit ihm: Das wird alles gut werden und besser.
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