Personelle Neuaufstellung der CDU: Laschet hält an Jamaika fest

Spekuliert wurde, ob der CDU-Chef seinen Rücktritt verkündet. Doch Armin Laschet hält an Jamaika fest, an seiner Person solle diese Koalition aber nicht scheitern.

Will keinen Abschied: Laschet hält an Jamaika fest Foto: Michael Kappeler/dpa

BERLIN taz/afp/rtr | Angesichts massiver Kritik wegen des schlechten Abschneidens bei der Bundestagswahl will CDU-Chef Armin Laschet einen geordneten Wechsel an der Parteispitze einleiten, kündigt aber nicht seinen Rücktritt an. „Wir brauchen einen personellen Neuanfang“, sagte Laschet laut Teil­neh­me­r*in­nen bei der Sitzung der Unionsfraktion am Donnerstag. Laschet wolle den Prozess dafür organisieren und moderieren. Ein Zeitplan steht aber nicht fest.

Die CDU hatte für 18.30 Uhr zu einem Presse-Statement eingeladen. Laschet machte sich in seiner Ansprache noch einmal für Jamaika stark. Er würde ‚keine Türen zuschlagen‘, so Laschet. Doch es gelte „Erst das Land, dann die Partei, dann die Person“. Es gebe Wertschätzung für seine Person, auch bei FDP und Grünen, aber er wolle nicht zwingend an seiner Person festhalten, sollte das bedeuten, dass deshalb Jamaika nicht zustande käme.

Für die nächste Woche möchte Armin Laschet verschiedene Gremien einberufen. Da könnte dann auch über personelle Entscheidungen gesprochen werden. Er wolle keine Personaldebatten gegeneinander führen, sondern möchte „einen Weg des Konsens gehen.“

Bei der Bundestagswahl Ende September hatte die Union mit 24,1 Prozent das schlechteste Ergebnis ihrer Geschichte eingefahren. Seitdem steht Kanzlerkandidat Armin Laschet massiv in der Kritik. Er war im Januar zum CDU-Parteichef gewählt worden. Später setzte er sich im Kampf um die Kanzlerkandidatur gegen CSU-Chef Markus Söder durch.

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