■ Ozongesetz: Ein bißchen weniger
Bonn (dpa) – Es darf nun doch ein bißchen weniger sein, als FDP- Wirtschaftsminister Rexrodt zulassen wollte. Gestern hat das Bundeskabinett einer neuen Fassung des geplanten Gesetzes gegen den Sommersmog zugestimmt.
Verkehrsbeschränkungen sollen nun schon bei einer Ozonkonzentration von 240 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft angeordnet werden. Der erste Regierungsentwurf sah hingegen noch einen Schwellenwert von 270 Mikrogramm vor und war im Bundesrat an der SPD gescheitert. Die Sozialdemokraten möchten schon bei einer Konzentration von 180 Mikrogramm tätig werden.
Am 23. Juni soll die Gesetzesvorlage im Bundestag beraten und am 14. Juli erneut dem Bundesrat vorgelegt werden. Geschwindigkeitsbeschränkungen sieht sie weiterhin nicht vor. In dieser Frage seien sich die Regierungsparteien einig gewesen, erklärten gestern nachmittag FDP-Fraktionschef Hermann Otto Solms und seine umweltpolitische Sprecherin Birgit Homburger.
Umverteilung gegen rechts
Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen