: Ozon in der Luft: Weiterrasen
■ Berlin und Brandenburg einig gegen Fahrverbote
Berlins Stadtentwicklungs- und Umweltsenator Volker Hassemer (CDU) und sein Brandenburger Amtskollege Matthias Platzeck (parteilos) haben sich nach Gesprächen auf eine gemeiname Linie zur Bekämpfung des Sommersmogs geeinigt. Beide Politiker wollen, daß bei einer Konzentration von 240 Mikrogramm Ozon ein Fahrverbot für Personenwagen und Motorräder ausgesprochen wird, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung von Hassemer und Platzeck vom Freitag.
Die Bonner Koalition aus CDU/CSU und FDP will nach einer Expertenanhörung zum Ozongesetz am Montag erst im Laufe der kommenden Woche über die Höhe des Grenzwertes für ein Fahrverbot entscheiden. Im Gespräch ist in Bonn momentan 270 Mikrogramm.
Berlin sowie Brandenburg sollen auf Geschwindigkeitsbeschränkungen bei einer Ozonbelastung von 180 Mikrogramm verzichten. Statt der Beschränkungen für den Verkehr ist vorgesehen, bei diesem Wert an die Bevölkerung zu appellieren, durch freiwilligen Verzicht auf das Autofahren die gefährlichen Schadstoffe zu verringern. Die Politiker erhoffen den Umstieg in die öffentlichen Verkehrsmittel.
Diese vorgeschlagene Regelung, die Motorräder einschließt, Lastkraftwagen aber ausnimmt, werde eine Verringerung der Ozonbelastung um mehr als 20 Prozent erbringen, heißt es weiter in der Erklärung. Beide Minister werden in ihren Kabinetten Vorbereitungen für eine gemeinsame Verordnung beider Länder treffen. dpa
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