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Osteuropa-Wirtschaft wächst

Europäische Entwicklungsbank mahnt mehr soziale Absicherung und Qualifikation an

FRANKFURT/M. ddp ■ Die Wirtschaft in Mittel- und Osteuropa sowie in der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) wächst in diesem Jahr nach Einschätzung der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) um rund 5 Prozent. Dies sei die höchste Rate seit Beginn der Reformen, heißt es in dem jüngsten Transition Report, der am Donnerstag in Frankfurt am Main vorgestellt wurde. 1999 war die Wirtschaft um 2,5 Prozent gewachsen. Auch die ausländischen Direktinvestitionen erreichten 2000 mit 27 Millionen US-Dollar Rekordniveau.

Der Transition Report stützt sich auf Erfahrungen der EBRD als Investor in 26 Ländern der Region. Analysiert werden die Fortschritte der einzelnen Länder auf dem Weg zur Marktwirtschaft.

Allerdings profitierten nicht alle Länder vom Aufschwung, schränken die Experten ein. Viele Menschen seien gezwungen, mehrere Jobs anzunehmen. Vor allem in den Ländern der GUS mangele es an Arbeit für qualifizierte Arbeitnehmer. Das Geschäftsklima müsse dringend verbessert werden, um das „beträchtliche Potenzial“ zu nutzen, meint Willem Buiter, Chefvolkswirt der EBRD. Ungenutzten Produktionskapazitäten stünden schleppende Umstrukturierungen und wenig Innovation entgegen. Problematisch sei der sinkende Bildungsstandard.

In vielen Ländern mangele es zudem an einer ausreichenden sozialen Absicherung, um den Widerstand gegen die „unvermeidliche Restrukturierung der Industrie zu verringern“.

Auch in Jugoslawien sei eine wirtschaftliche Erholung in Sicht. Bislang sei der Mittelstand die treibende Kraft. Es gebe jedoch auch Chancen auf größere ausländische Investitionen.

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