: Opec verliert ein Mitglied
Die Vereinigten Arabischen Emirate treten aus der Ölallianz aus. Der Grund ist politischer Natur
Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) haben ihren Austritt aus der Ölallianz Opec und dem erweiterten Verbund Opec+ erklärt. Der Schritt werde am 1. Mai erfolgen, berichteten staatliche Medien am Dienstag. Im Zuge des Kriegs gegen Iran hatten die Emirate schwere Vorwürfe gegen andere arabische Staaten erhoben. Die Entscheidung ist ein schwerer Schlag für die Exportländer und deren De-facto-Anführer Saudi-Arabien, zumal der Krieg in Iran bereits einen historischen Energieschock ausgelöst und die Weltwirtschaft verunsichert hat.
Der überraschende Verlust des langjährigen Mitglieds droht die Opec zu schwächen, die trotz interner Meinungsverschiedenheiten über Geopolitik oder Förderquoten meist um ein geschlossenes Auftreten bemüht war. Für US-Präsident Donald Trump ist der Austritt der VAE dagegen ein großer Erfolg. Er hatte der Organisation vorgeworfen, den Rest der Welt durch künstlich überhöhte Ölpreise „auszunehmen“. Trump hatte zudem die militärische Unterstützung der USA für die Golfstaaten mit den Ölpreisen verknüpft: Während die USA die Opec-Mitglieder verteidigten, nutzten diese die Situation durch hohe Preise aus.
Dem Austritt ging scharfe Kritik der VAE an anderen arabischen Staaten voraus. Das Land, das als regionales Wirtschaftszentrum und einer der wichtigsten Verbündeten Washingtons gilt, warf seinen Nachbarn vor, es während des Krieges nicht ausreichend vor den zahlreichen iranischen Angriffen geschützt zu haben. Die Opec-Produzenten am Golf haben wegen der Angriffe Schwierigkeiten, ihre Exporte durch die Straße von Hormus zu transportieren. (rtr)
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