: „One Billion Rising“
Tanzprotest gegen Gewalt an Frauen am Dienstag
Mit einer Tanzdemonstration wird am Dienstag in Berlin gegen Gewalt an Frauen und Mädchen protestiert. Anlass ist der weltweite Aktionstag „One Billion Rising“ („Eine Milliarde erhebt sich“). Er macht jährlich am Valentinstag auf die Opfer von männlicher Gewalt und Zwangsheirat aufmerksam. Zu der Tanzdemonstration am frühen Abend wird auch Bundesfrauenministerin Lisa Paus (Grüne) erwartet. Unter dem diesjährigen Motto „Rise for Freedom („Erhebe dich für Freiheit“) sind Menschen verschiedenen Geschlechts aufgerufen, am Brandenburger Tor mit den Mitteln des Tanzes ihre Solidarität mit den Opfern zu zeigen.
Nach UN-Schätzungen ist weltweit jede dritte Frau von Gewalt betroffen. Das sind etwa eine Milliarde (Englisch: one billion) Frauen und Mädchen. Die Berliner Gleichstellungssenatorin Ulrike Gote (Grüne) sagte am Montag in Berlin, Freiheit bedeute, ein selbstbestimmtes Leben führen zu können: „Und Freiheit bedeutet ein Leben ohne geschlechtsspezifische Gewalt – hier in Berlin wie überall in der Welt.“ Der Landesaktionsplan zur Umsetzung der Istanbul-Konvention des Europarats zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen beinhalte Maßnahmen von Prävention über Schutz und Unterstützung bis hin zu Gesundheit, Strafverfolgung und Justiz. Wichtig sei dabei auch, das gesellschaftliche Bewusstsein für Gewalt gegen Frauen zu schärfen. (epd)
Die Engagierten stärken
Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen