: Olympiaskandal 1996?
■ Aufklärung verzögert sich weiter
Der Präsident des Landesrechnungshofes, Horst Grysczyk, kann nicht mehr ausschließen, daß sich das Abgeordnetenhaus auch nach den Wahlen im Oktober mit dem Olympiaskandal auseinandersetzen muß. Eigentlich wollte der Rechnungshof die Überprüfung der Olympia GmbH 1994 abgeschlossen haben, doch bis heute fehlen dafür entscheidende Unterlagen aus den letzten beiden Jahren, sagte Grysczyk gestern vor dem Olympia-Untersuchungsausschuß im Parlament. Sein Haus habe bei der Senatskanzlei mehrmals auf den Tisch gehauen, „aber offensichtlich nicht laut genug“. Die Senatskanzlei arbeite noch immer an einem Abschlußbericht.
Grysczyk sprach sich grundsätzlich dagegen aus, künftig bei ähnlichen Aufgaben wie einer Olympiabewerbung vom sogenannten Zuwendungsrecht abzurücken. Gerade das Zuwendungsrecht ermögliche ein Höchstmaß öffentlicher Kontrolle. diak
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