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ÖTV

■ Schwerpunkt auf mehr Geld

Ludwigsburg (ap) — In der Tarifrunde für den öffentlichen Dienst Westdeutschlands im kommenden Frühjahr wird es vor allem um mehr Geld für die rund 2,3 Millionen Beschäftigten gehen. Die Große Tarifkommission der Gewerkschaft Öffentliche Dienste, Transport und Verkehr (ÖTV) entschied sich am Freitag in Ludwigsburg gegen die Kündigung der Arbeitszeittarifverträge zum Jahresende. Ergebnis der Beratungen war vielmehr, daß Einkommenserhöhungen Schwerpunkt der Forderungen seien und die Mitglieder noch weiter über die Arbeitszeit diskutieren sollten. Die Lohn- und Gehaltstarifverträge für den öffentlichen Dienst laufen Ende Dezember aus. Die bereits 1988 ausgehandelten Verträge über die 38,5-Stunden-Woche haben aber eine Kündigungsfrist von drei Monaten zum Quartalsende. Die ÖTV will nach den Worten ihres Sprechers Rainer Hillgärtner Mitte Dezember endgültig über Höhe und Struktur ihrer Forderung entscheiden. Sollte sie sich dann zur Kündigung der Arbeitszeitregelung entschließen, könnte das Thema Hillgärtner zufolge dennoch in den Verhandlungen im Frühjahr eine Rolle spielen.