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Ö: Vivo!

■ Nachhaltigkeitszentrum neu getauft. Zukunftsrat hofft auf Erfolg

Das im Bau befindliche Nachhaltigkeitszentrum in Ottensen – bislang „Ö“ genannt – hört jetzt auf den Namen „Vivo“ (lateinisch für: Ich lebe) soll aber so nachhaltig bleiben wie geplant. Das gilt sowohl für das Angebot als auch für das Gebäude. Obwohl eine Änderung des Vermarktungskonzepts für Irritationen gesorgt hatte, steht der Zukunftsrat nach wie vor hinter dem Projekt. „Wir würden uns wünschen, dass das so umzusetzen ist“, sagt dessen Geschäftsführerin Dirka Grießhaber. Der Zukunftsrat versucht, die Agenda 21 der Umweltkonferenz von Rio in Hamburg umzusetzen.

Das Vivo mit seinen 35.000 Quadratmetern Fläche will künftig Angebote rund um die Themen „Essen und Trinken“, „Wohnen und Einrichten“, „ganzheitliche Gesundheit“, „Wellness und Schönheit“ sowie das „gute Leben“ vereinen. Dabei sollen die einzelnen Mieter mit der Möglichkeit angelockt werden, zusammenzuarbeiten.

So könnte ein Architekt seine Gestaltungsvorschläge beim Inneneinrichter vorführen. Und der Patient mit einem Speiseplan vom Heilpraktiker könnte sich im Bio-Supermarkt mit Essen eindecken. Alle Mieter müssen sich auf einen Katalog von Nachhaltigkeitskriterien verpflichten. Dazu gehört etwa, dass die Produkte gesundheits- und umweltverträglich sind und unter menschenwürdigen Bedingungen hergestellt werden. Lebensmittel müssen mindestens der EU-Bioverordnung genügen und sollen möglichst aus der Region stammen. Kleidung muss frei von Schad- und Reizstoffen und außerdem funktional sein. Zur Qualitätssicherung wolle man sich auf existierende Quali-tätssiegel verlassen, so Peter Moll vom künftigen Mitbetreiber und Centermanager ecom. Überdies soll dazu ein Arbeitskreis eingerichtet werden.

Das Gebäude könnte nach Angaben seines Architekten Michael Ruffing vom Büro Medium Niedrigenergie-Standard erreichen. Ein spezielles Klima-Konzept, eine kompakte Form und viel Tageslicht sollen das bewirken. Am 29. Mai will die städtische HaGG als Bauherr den Richtkranz auf das Glasdach des geplanten Atriums setzen. Im Herbst soll das jetzt 40 Millionen Euro teure Zentrum eröffnet werden. knö

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