piwik no script img

Oberbaumbrücke vorzeitig „eröffnet“

Der „Senator für Stadtzersetzung und Umweltschmutz“ hat gestern die Oberbaumbrücke vorzeitig „eröffnet“. Mehrere Bürgerinitiativen protestierten mit dieser Aktion gegen die vom Senat geplante Öffnung der Brücke für den Autoverkehr im Dezember 1994. Sympathisierende Autofahrer provozierten gestern einen Stau auf der Skalitzer Straße, an Fußgänger wurden Vignetten verteilt. Durch den Verkauf der Vignetten will der Zersetzungssenator die Sanierung der Warschauer Brücke finanzieren, damit dort endlich die Straßenbahn fahren kann. Die zweistündige Aktion endete gegen 17 Uhr, die Polizei habe laut einer Teilnehmerin Personalien festgestellt und die Initiativen gezwungen, eine auf dem Fußweg plazierte „Vignetten-Kontrollstation“ abzubauen.

Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen