piwik no script img

OB-Büro geräumt

Marburg (taz) — 50 BewohnerInnen des Marburger Biegenecks besetzten gestern das Rathaus der Stadt. Sie protestierten damit gegen den geplanten Abriß ihres „Kleinstviertels“. Acht Häuser und eine Fabrikhalle sollen dem Neubau eines Kongreßhotels der Frankfurter Firma „Hotours“ weichen. Das Vorhaben ist sowohl innerhalb des rot-grünen Magistrats wie auch in der Bevölkerung umstritten. Die BesetzerInnen wollten ein Gespräch mit Oberbürgermeister Drechsler (SPD) erzwingen. Der ließ sein Amtszimmer von der Polizei räumen und bezeichnete die Gruppe als „asoziales Gesindel“.

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen