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Nölle: 1.300 Vulkan-Arbeitsplätze abbauen

■ Auch neue Aufträge erfordern Millionen an Bremer Beihilfen

Bei der Schichau-Seebeckwerft (Bremerhaven) und der Vulkan-Werft in Bremen-Vegesack werden bis zum Jahresende zusammen 1.290 Arbeitsplätze abgebaut. Mit dieser öffentlichen Erklärung gab Bremens Finanzsenator Ulrich Nölle (CDU) erstmals dem Drängen seiner Behörde nach, der Öffentlichkeit reinen Wein einzuschenken. Bei Schichau soll sich die Zahl der Beschäftigten von derzeit 1.700 auf 1.100 reduzieren, bei Vulkan in Vegesack von 1.840 auf 1.150. Dies setzt allerdings voraus, daß die mit Verlusten übernommenen Neubauaufträge der beiden Vulkan-Werften auch jetzt umgesetzt werden können.

Die beiden Fähren „Cotunav I und II“ für die Schichau wie die beiden Container-Schiffen für den Vulkan waren mit Verlusten bis zu 30 Prozent des Kaufpreises akquiriert worden.

Am kommenden Montag sollen nach Angaben von Nölle die Bürgerschaftsausschüsse die Risiken dieser Schiffsbauten übernehmen. Hätten die Werften den Verlust zu tragen, ginge das zu Lasten der Konkursmasse, für die der Konkursverwalter haftet. Offen ist derzeit noch, ob die EU sich mit den angebotenen Schließungen überalterter Werft-Teile zufrieden gibt; sie muß die Bremer Risiko-Bürgschaften als „Schließungsbeihilfen“ genehmigen. K.W./dpa

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