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„Nice Scheiß“ für den Gabentisch

Bootlegs sind Schallplatten, die ohne Erlaubnis des Interpreten und der Rechteinhaber veröffentlicht werden, also „Schwarzpressungen“. Es sind eigenständige Plattenproduktionen, in der Regel illegal mitgeschnittene Liveaufnahmen, die offiziell nicht erhältlich sind. Oft werden auch Demoaufnahmen oder Interviews verwendet. Der Schwarzmarkt der Bootlegs hat inzwischen biblische Ausmaße angenommen, kein Mensch hört mehr durch. In dieser Situation hilft der New Collector's Price Guide for Bootlegs von Andreas Voigts. Auf 531 Seiten listet der Katalog 14.400 Platten und CDs – von Lee Aaron bis ZZ Top – nach Titel und Merkmalen, Sammlerpreisen und Herkunftsland auf und bringt damit Licht unter den Ladentisch. Vielleicht interessiert sich ja jemand für die 70 Led-Zeppelin-Bootlegs im Plexiglaskoffer für 2.400 Mark. Wo er sie kaufen kann, muß er allerdings selbst rausfinden, denn die Bootleg-Bibel ist kein Bestellkatalog – die seltenen Scheiben sind schließlich illegal.

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