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Nice Scheiß für den Gabentisch

cucina schaffte. Die Autoren werten dies gar als „Kulturrevolution“, und für die nächste Bestellung in der Pizzeria bringen sie den Lesern bei: Es heißt gar nicht der, sondern die Grappa, plural Grappe. Informationen über Herkunft und Geschichte, Grappa-Legenden und -Brennmethoden, Rebsorten, Anbaugebiete und das richtige Glas helfen der Schnapsnase bei der Weiterbildung.

Entlang dem ausführlichen Grappa-Verzeichnis inclusive Abbildung der jeweiligen Designerflasche kann der Beschenkte versuchen, den Verkostungs-Notizen nachzuschmecken, was seiner Leber auf lange Sicht dann wieder nicht so gut tut. Bewegungsfördernd treibt es ihn jedoch durch die Stadt: Die edlen Marken gibt's nicht in jedem italophilen Weinladen. Der „Grappa – Der Guide für Kenner und Genießer“ ist ein handliches, gut aufgemachtes Büchlein. Wer keine Hemmungen kennt, kann's auf der Odyssee von Weinladen zu Weinladen sogar mitschleppen – auf die Gefahr hin, daß sich bei Beachtung der Empfehlungen die Grappa-Kosten rapide erhöhen. rewe

Axel und Bibiana Behrendt: „Grappa — Der Guide für Kenner und Genießer“. Heyne, 44DM.

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