: Neuer TU-Präsident
■ Schumann will Zahl der Fachbereiche und Studienplätze reduzieren
Berlin. Der neue Präsident der Technischen Universität (TU) Berlin, Dieter Schumann, will die „erfolgreiche Arbeit“ seines Vorgängers Manfred Fricke fortsetzen. Zu den nächsten Aufgaben des Professors für Organische Chemie wird es gehören, die von Fricke eingeleitete Reduzierung der Fachbereichszahl von jetzt 22 auf 14 umzusetzen. Über die Organisationsreform, die unter anderem der besseren Übersichtlichkeit innerhalb der Hochschule dienen soll, wird das Kuratorium der TU am 23. Juni entscheiden. Schumann wird heute offiziell in sein Amt eingeführt.
Eine weitere große Veränderung in seiner Amtszeit wird die Verringerung der Studienplatzzahl an der TU um 4.500 sein. Die Umsetzung dieser politischen Vorgabe würde bedeuten, die Studentenzahlen in den Ingenieurwissenschaften um 15 Prozent, in den Sprach- und Kulturwissenschaften um 5 Prozent, in den Wirtschafts- und Planungswissenschaften um 20 Prozent und in den Naturwissenschaften um 22 Prozent zu senken. Dieser Schritt soll auch die Numerus-clausus-Fächer betreffen, „was rechtlich sehr problematisch ist“.
Probleme sieht der neue Präsident auch bei der Besetzung der Vizepräsidentenposten. Schumann, der der konservativen Fraktion der Hochschule angehört, wird zum ersten Vizepräsidenten den Erziehungswissenschaftler Ulrich Steinmüller von der oppositionellen Reformfraktion nominieren, die mit der neuen Legislaturperiode seit Anfang April im Akademischen Senat und Konzil über eine Mehrheit verfügt. Schumann hofft auf eine „einvernehmliche Regelung“ auch bei der Besetzung des zweiten und dritten Vizepräsidenten, „doch deutet sich das noch nicht an“. Er geht davon aus, daß die Reformfraktion nicht auf die Besetzung aller Vizepräsidentenposten pocht. dpa
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen