: Nebeneinkünfte ins Landessäckel
■ Grüne fordern Änderung der Nebentätigkeits-Verordnung
Eine Änderung der Nebentätigkeits-Verordnung der Beamten (NtVO) hat die Fraktion Bündnis 90/ Grüne im Abgeordnetenhaus jetzt gefordert. „Selbstverständlich“ sollten die Mitglieder des Senats die Vergütungen für Aufsichtsratstätigkeiten, die sie für das Land Berlin wahrnehmen, an die Landeskasse abführen, betonte die finanzpolitische Sprecherin der Fraktion, Michaele Schreyer, gestern in Reaktion auf einen entsprechenden Vorschlag von Wirtschaftssenator Norbert Meisner (SPD) vom Montag. „Schließlich nehmen sie diese Aufsichtsratsmandate in Amtsausübung wahr, und dafür erhalten sie ihre Senatorengehälter.“
Frau Schreyer verwies zugleich darauf, daß neben den Senatoren laut NtVO auch Beamten und Staatssekretären – gestaffelt nach Besoldungsgruppen – Höchstbeträge als Vergütung für Nebentätigkeiten im Auftrag des Landes Berlin eingeräumt werden. Bei Senatoren beläuft sich diese Summe auf 12.000 Mark.
Die Fraktion halte es deshalb für angebracht, daß die Wahrnehmung von Aufsichtsratsmandaten im Rahmen eines Amtes des öffentlichen Dienstes generell nicht zu privaten Nebeneinkünften führen dürfe. Diese sollten vollständig in die Landeskasse eingezahlt werden. ADN
Die Engagierten stärken
Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen