: „Nebelwand“
■ Projekteszene bei Uhl
Rund 60 ProjektvertreterInnen waren am Dienstag abend der Einladung von Arbeitssenatorin Sabine Uhl gefolgt, um den neuesten Stand im Hin und Her der Finanzierung ihrer Stammkraftstellen zu erfahren. Am Ende der rund zweistündigen Begegnung waren die Projekte allerdings kaum schlauer als zuvor.
„Über 100 Bewilligungen für Stammkräfte“ würden in den nächsten Tagen verschickt, hatte ihnen Sabine Uhl versprochen — an wen, wollte sie allerdings noch nicht verraten. Alle diese Bewilligungen würden zudem auf den 31.3.1993 befristet. Für die Zeit danach müsse noch eine „Zwischenlösung“ (Uhl) bis zum neuen Haushalt 1994 gesucht werden — bis wann, in welchem Umfang und zu welchen Bedingungen, all das war nicht zu klären.
Und schließlich mußte Uhl auch passen, als die Projekte ihre Sorge vortrugen, was wohl passieren werde, wenn sie die für das 3. ABM- Jahr eingegangenen Übernahmeverpflichtungen jetzt mangels Stammkraftstellen gar nicht mehr einhalten können. „Wahrscheinlich wird das Arbeitsamt keine Regreßforderungen stellen“, versprach Uhls Mitarbeiter Gerd Tehler.
„Für uns ist das, als würden wir in eine Nebelwand reinfahren“, faßte Netzwerk-Mitarbeiter Gunnar Peters gestern seinen Eindruck von dem Gespräch zusammen. Angesichts der vagen Auskünfte sei zu befürchten, daß das Hin und Her auch im nächsten Jahr weitergehe. Ase
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