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Nackte Statue sorgt für Aufruhr

Mülhausen (dpa) — Eine nackte Frauenstatue mit einem überdimensionalen Hinterteil sorgt seit zwei Wochen im südelsässischen Dorf Oderen für Aufruhr. Die drei Meter hohe Skulptur aus türkisfarbenem Kunstharz soll die griechische Göttin Galatea darstellen. Die Figur wurde im Rahmen der Ausstellung „Sculp‘Thur“ im Fluß Thur aufgestellt, der durch den Ort fließt. Der Protest der 1.350 Bewohner des Ortes gegen die Geschlechtsmerkmale der Dame äußerte sich in wütenden Beschwerden beim Bürgermeister Pierre Egler, aber auch in unmißverständlichen Aktionen. Ein Tag nach Eröffnung der Ausstellung wurde der Göttin ein Stock zwischen die Beine gesteckt, zweimal wurde sie von Unbekannten umgeworfen, andere Frevler strichen ihre Brüste und ihren Bauch rot an. Bürgermeister Egler hat nun den Künstler Jean-Marc Hild aufgefordert, seine Statue zu entfernen. Zu dem moralischen Protest kommt die Sorge um die Sicherheit des Straßenverkehrs hinzu: von der Zufahrtsstraße nach Oderen erblickt der Autofahrer die nackte Dame zum ersten Mal mitten in einer Kurve. „Da könnte man einen Schreck bekommen“, meint ein Rathausvertreter.

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