: Nachtigall, ick hör dir!
Wie knallhart romantisch ist das denn?
Liebe Wahrheitgemeinde! Die Redaktion erfüllt es mit tiefer Freude, heute mit Mehrwert eine Tickermeldung aus dem Tierreich bekannt zu geben und schnafte anzureichern. Folgendes: „Ähnlich wie Menschen und Delfine – Nachtigallen passen Laute spontan an Artgenossen an“, schrieb uns die AFP am nebligen Dienstag aus der sächsischen Metropole Leipzig. Weiters führte sie aus, dass „Nachtigallmännchen ihren Gesang blitzschnell an den von Rivalen anpassen“. Wie das? „Nach Angaben des Max-Planck-Instituts für biologische Intelligenz in Leipzig synchronisieren sie ‚in Echtzeit‘ Tonhöhen und Tonlängen. Neben Menschen beherrschen demnach nur wenige Tiere die komplexen neuronalen Prozesse, gerade Gehörtes zu verarbeiten und sofort passende Antworten zu geben. Dazu gehören auch Delfine und Papageien.“ Und, hätten Sie es gewusst?, ebenso Achim von Arnim und Clemens Brentano, die mit „Des Knaben Wunderhorn“ Anfang des 19. Jahrhunderts in drei Bänden insgesamt 723 Liebes-, Soldaten-, Wander- und Kinderlieder, vom Mittelalter bis ins 18. Jahrhundert, gesammelt auf den Markt warfen. Tolle Laute für alle, lautete die Devise der beiden, die auch das Lied „Frau Nachtigal“ publik machten, das wohl Basis für die Redewendung „Nachtigall, ick hör dir trapsen“ ist. Tirili!
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