piwik no script img

NPD darf werben

Die NPD darf heute in Göttingen ihr Programm für die Europawahl verkünden. Mit dieser Entscheidung hat das Verwaltungsgericht Braunschweig gestern ein von der Stadt Göttingen erlassenes Verbot der Veranstaltung aufgehob und für rechtswidrig erklärt. Die NPD darf allerdings nicht, wie ursprünglich geplant, im Zentrum von Göttingen werben, sondern muß vor die Stadthalle am Rand der Innenstadt ausweichen. Ein Sprecher der Stadt Göttingen zeigte sich „enttäuscht“ über den Beschluß der Richter.

Die Stadt Göttingen hatte ihr Verbot damit begründet, daß die Polizei nicht für die Sicherheit der Bürger garantieren könne, da ihre Kräfte durch gleichzeitige NPD -Veranstaltungen in Einbeck und Northeim gebunden seien. Gewerkschaften, SPD, Grüne und mehrere Friedensinitiativen kündigten eine Gegendemonstration an, die auch von der Göttinger Polizei begrüßt wurde.

dpa

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen