Mysteriöser Tod eines Irish Setter: Mordverdacht nach Hundeshow
Setter Jagger macht einen zweiten Preis und fällt 26 Stunden später tot um. Die Engländer sind entsetzt. Und die Besitzer beschuldigen eifersüchtige Konkurrenten.
LONDON/BIRMINGHAM afp/dpa | Mysteriöser Tod nach einer Hundeshow: Die Besitzer eines Irish Setters, der kurz nach der Teilnahme an der renommierten englischen Crufts Show gestorben ist, sehen Hinweise auf eine Vergiftung des Hundes. Vergangene Woche machte der drei Jahre alte Irish Red Setter bei der wohl weltgrößten Hundeschau in Birmingham noch einen zweiten Preis.
Nach seiner Rückkehr nach Belgien, wo seine Besitzer leben, brach Jagger zusammen und starb. „Die Autopsie zeigt klar, dass in seinem Bauch vergiftete Fleischstücke waren“, sagte die Tochter der britischen Züchterin und Co–Besitzerin Dee Milligan–Bott, Amy Nettleton, am Montag der BBC. Laut der Autopsie sei der einzige Moment, zu dem der Hund das Gift verabreicht bekommen haben könne, während der Hundeshow gewesen. Sie habe daher die Polizei eingeschaltet.
Der Veranstalter The Kennel Club drückte den Besitzern sein „herzliches Mitgefühl“ aus. Zugleich betonte er aber, dass die Ergebnisse der Toxikologie-Prüfung erst kommende Woche vorliegen würden, so dass bisher keine Klarheit über die Todesursache bestehe.
Insgesamt nehmen an dem seit 1891 abgehaltenen Wettbewerb fast 22 000 Hunde teil, davon knapp 3 000 aus dem Ausland. Zwar ist das Preisgeld mit gerade einmal 100 Pfund (140 Euro) eher mager, doch können die Besitzer mit ausgezeichneten Hunden viel Geld mit der Zucht verdienen.
Angesichts des harten Wettbewerbs wächst die Sorge, dass Besitzer mit dreckigen Tricks versuchen, Konkurrenten auszuschalten. Die diesjährige Show, die am Sonntag zu Ende ging, wurde von dem Scottish Terrier Knopa gewonnen, der sich gegen einen schwarzen Retriever, einen schwarz-weißen Bearded Collie, einem Alaskan Malamute und einen winzigen Malteser durchsetze.
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