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Morddrohung besteht

■ Iran dementiert Abkehr von Mordaufruf gegen den Schriftsteller Salman Rushdie

Teheran (dpa/AFP) – Zwei Tage nach entsprechenden Berichten in britischen Zeitungen hat der Iran der Bereitschaft widersprochen, über die Morddrohung gegen den britischen Autor Salman Rushdie zu verhandeln. Das Ministerium für Islamische Führung dementiere diese Äußerung mit aller Macht, meldete gestern die staatliche Nachrichtenagentur IRNA. Die Aussagen von Kulturminister Ajatollah Mohadscherani seien falsch wiedergegeben und deformiert worden.

„Mohadscherani hat nur den iranischen Standpunkt wiederholt, daß der Erlaß des Imam Chomeini unwiderrufbar ist, daß die iranische Regierung aber keinen Anschlag auf Rushdies Leben verüben wird“, hieß es in der Erklärung des Kulturministeriums. Der inzwischen gestorbene iranische Revolutionsführer Ajatollah Chomeini hatte 1989 zur Ermordung des Autors der „Satanischen Verse“ aufgerufen. Rushdie wird seitdem von radikalen Muslimen mit dem Tod bedroht.

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