piwik no script img

Mordauftrag aus Eifersucht

Ein 45jähriger Bauunternehmer aus Ostberlin soll einen Skinhead angeheuert haben, um den Liebhaber seiner Frau, einen polnischen Geschäftsfreund, umzubringen. Der Angeklagte bestritt vor Gericht, den Skin zum Töten angestiftet zu haben. Nach seiner Version sollte der Pole lediglich „einen Denkzettel mit dem Baseballschläger“ bekommen. Der Skinhead bestätigte hingegen die Anklage. Der mit Springerstiefeln bekleidete und tätowierte 21jährige Zeuge sagte vor Gericht, er habe den Polen „um die Ecke bringen“ sollen. Der Zeuge sagte, er und ein Kumpel hätten dafür 200 Mark bekommen. Ein Grundstück für Wehrsportübungen sei ihnen in Aussicht gestellt worden.

Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen