: Mit der kalten Dusche gegen Altersverwirrung
„Die Altersverwirrtheit nimmt bei Hitze zu“, sagt Professor Nikolaus Schneemann, Facharzt für Altersheilkunde des Psychiatrischen Krankenhauses in Gießen. „Der Mensch ist ein Warmblütler, er muß seine Körpertemperatur auf 37 Grad halten.“ Bereits geringfügige Abweichungen der Körpertemperatur können zum Chaos führen. Bei großer Hitze setzt der Körper ein Notwehrsystem in Gang: Er schwitzt. Dadurch wird der Körper gekühlt, das Blutvolumen sinkt jedoch. Hirn, Herz und Nieren wird Blut und somit Sauerstoff entzogen. Da im Gehirn verwirrter alter Menschen aber bereits wegen des Verlusts von Hirnzellen ein gewisser Stauerstoffmangel besteht, können sie einen zusätzlichen Entzug von Sauerstoff nicht verkraften: „Es kommt bei ihnen derzeit massenhaft zu Fieberdelirien.“ Der Arzt rät Altenbetreuern, ihre verwirrten Schützlinge bei Hitze unter eine kalte Dusche zu stellen. Foto: Langer/Garp
Die Engagierten stärken
Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen