: „Mit Smart Glasses endet die Anonymität im öffentlichen Raum“
Svenja Bergt
Auf der Straße und im öffentlichen Nahverkehr, aber auch im Schwimmbad oder in der Sauna – gefilmt oder fotografiert zu werden, davor gibt es im Zeitalter von Smartphones kaum Schutz. Augen offen halten, eine große Zeitung lesen und allzu dreiste Filmer:innen ansprechen – viel mehr geht nicht.
Svenja Bergt ist Redakteurin für Wirtschaft und Umwelt.
Smart Glasses, also Brillen, mit denen ihre Träger:innen praktisch unbemerkt durch die Gegend filmen können, sind nur die logische Eskalation der raumgreifenden gegenseitigen Überwachung. Und spätestens wenn eine kritische Masse an Menschen diese Brillen trägt und die zugehörige Software mit Gesichtserkennung ausgestattet ist, heißt es Tschüss zur Anonymität im öffentlichen und halb öffentlichen Raum.
Umso wichtiger, was nun die Hamburger Datenschutzaufsichtsbehörde sagt: Wer mit Metas Smart Glasses – wo nur eine dezente LED die Aufnahme anzeigt – Menschen filmt, die nicht zum engen Freundes- und Familienkreis gehören, macht das praktisch nie legal. Höchste Zeit also, die Konsequenzen zu ziehen und den Vertrieb der aktuellen Smart-Glasses-Modelle zu untersagen. Wer legal und merkbar filmen will, hat dafür schließlich schon heute genug Geräte zur Auswahl.
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