: Militante Kumpel
■ Millionenschaden im Kraftwerk
Lyon (AFP) – Französische Bergleute haben am Mittwoch bei einer Protestaktion gegen die Schließung des südfranzösischen Kohlebergwerks Gardanne Millionenschäden im Kohlekraftwerk von Loire sur Rhone angerichtet. Die Demonstranten drangen in die Anlage ein, verbrannten die Kohlevorräte und zerstörten das Förderband, das die Kohle zum Heizkessel transportiert. Das Kraftwerk mußte nach dem Zwischenfall abgeschaltet werden, die Sachschäden gehen in die Millionen.
Zuvor hatten sich rund 400 Kumpel in Saint-Etienne vor dem Sitz der regionalen Bergwerksdirektion versammelt, wo der Betriebsrat über geplante Minenstillegungen beriet. Mehrere Bergarbeiter öffneten nach der Versammlung mit Gewalt fünf Zahlstellen an einer Autobahn und ließen die Fahrzeuge kostenlos passieren.
Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen