piwik no script img

■ MetallerSchröder warnt

Oldenburg Wenn der Arbeitskampf in den Wahlkampf überlappt, dann ist das Politikerwort nicht weit: Vor einem Streik in der Metallindustrie sowie vor Machtdemonstrationen aus dem Arbeitgeberlager hat Niedersachsens Ministerpräsident Gerhard Schröder (SPD) gewarnt. Er rief die Tarifparteien am Donnerstag abend zur Einigung auf. Nichts sei in der gegenwärtigen wirtschaftlichen Lage schlimmer als ein großer Arbeitskampf, sagte Schröder bei einer Wahlveranstaltung seiner Partei in Oldenburg. Die Auseinandersetzung habe „enorme Bedeutung“.

Maßgeblichen Teilen der Arbeitgeber warf Schröder vor, die Krise für eine grundlegende politische Auseinandersetzung nutzen zu wollen. Sie wollten offenbar demonstrieren, „wer Herr im Hause ist“. Dabei setzten sie die soziale und politische Stabilität der Bundesrepublik aufs Spiel. Bonn sei zwar nicht Weimar. Es müsse jedoch dafür gekämpft werden, „daß Bonn nicht Weimar wird“, betonte der SPD-Politiker. dpa

Gemeinsam für freie Presse

Als Genossenschaft gehören wir unseren Leser:innen. Und unser Journalismus ist nicht nur 100 % konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 50.000 – und mit Ihrer Beteiligung können wir es schaffen. Setzen Sie ein Zeichen für die taz und für die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen