: Mehr als 550 Tote nach Wirbelsturm in Indien
Bombay (AP) – Die Zahl der Todesopfer nach dem Wirbelsturm im Westen Indiens hat sich auf 559 erhöht. Mehr als 100 Leichen wurden gestern verbrannt, um der Seuchengefahr vorzubeugen, wie ein Regierungsvertreter gestern in Gandhinagar mitteilte. Rund 300 Salinenarbeiter ertranken, als eine vier Meter hohe Welle auf die Küste in der Nähe der Stadt Kandla traf, rund 450 Kilometer nördlich von Bombay. In Indien zerstörte der Zyklon mindestens sechs Dörfer. Viele Bewohner kamen bei Blitzschlägen und beim Einsturz von Häusern ums Leben. Am schwersten betroffen war der Bezirk Kutch, in dem 432 Bewohner starben. Rund 50.000 Menschen flohen, nachdem am Mittwoch ein Leck in einem Gastank aufgetreten war. Soldaten verteilten Nahrungsmittel und Hilfsgüter unter den Obdachlosen. Nach einem Bericht der Tageszeitung Times of India stiegen die Preise für viele Bedarfsgüter wegen der Knappheit massiv an. Der Wirbelsturm war der schwerste seit insgesamt 25 Jahren in der Region. Im südöstlichen Staat Andhra Pradesh waren vor zwei Jahren mehr als 1.000 Menschen ums Leben gekommen.
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