■ Maradona: Rasender Diego
Berlin (taz) – Kaum zu bändigen war Diego Maradona (FC Sevilla) nach dem Schlußpfiff des Spiels in Cadiz (0:0). Nur mit großer Mühe konnte ein Trupp Polizisten den sich immer wieder losreißenden und wüste Beschimpfungen ausstoßenden Argentinier daran hindern, sich auf seinen Gegenspieler Carmelo zu stürzen. Dieser hatte Maradona während des Spieles nicht nur den Ellenbogen ins Gesicht gestoßen und ihn beharrlich getreten, sondern auch ständig verbal gereizt, unter anderem durch Anspielungen auf seine Drogenaffäre. Dies habe ihm, so Maradona, „sehr weh getan“ und zu seinem mehrminütigen Tobsuchtsanfall geführt.
Ein ähnlicher Vorfall hatte 1984 die Karriere Maradonas beim FC Barcelona beendet. Damals hatte er sich nach dem Pokalfinale vor den Augen des Königs mit dem berüchtigten „Schlächter von Bilbao“, Andoni Goikoetxea, geprügelt und wurde vom schwer pikierten Barca-Präsidenten Nunez nach Neapel verscherbelt.
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