: Major fühlte sich „gezielt beleidigt“
Frankfurt (dpa) - Als eine „gezielte, wohlüberlegte Beleidigung“ hat ein 40 Jahre alter Major der Bundeswehr am Montag im neuen Frankfurter Prozeß um das umstrittene „Soldaten-Urteil“ die Äußerung des angeklagten Arztes (42) gewertet. Der Satz „Jeder Soldat ist ein potentieller Mörder - auch Sie“ sei nicht „in der Hitze des Gefechts“ formuliert worden, erklärte der Major. Der Arzt habe erkennen lassen, daß er sich auf die Äußerung vorbereitet habe. Auf die Ankündigung eines Strafverfahrens hin habe er geantwortet: „Ich freue mich darauf.“ Die Äußerung war 1984 während einer Veranstaltung in einer Frankfurter Schule gefallen. Der Prozeß wird in der kommenden Woche fortgesetzt.
Die Engagierten stärken
Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen