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Madagaskar gegen die OAU

BERLIN taz ■ Der gewählte Präsident von Madagaskar, Marc Ravalomanana, hat eine Entscheidung der „Organisation für Afrikanische Einheit“ (OAU) zurückgewiesen, ihn nicht als gewählten Präsidenten von Madagaskar anzuerkennen, sondern ihn auf eine Stufe mit seinem abgewählten Vorgänger Didier Ratsiraka zu stellen, der seine Wahlniederlage nicht anerkennt. Die afrikanische Staatenunion sei „ein Klub alter Staatschefs, manche davon Freunde Didier Ratsirakas, die sich so an der Macht halten wie er es tat“, sagte ein Präsidentensprecher in der madegassischen Hauptstadt. „Madegassen sind unabhängig und werden keine Einmischung zulassen.“ Auf einem OAU-Sondergipfel in Äthiopien hatte die Organisation am Freitag beschlossen, dass Madagaskars Sitz beim nächsten OAU-Staatengipfel in Südafrika nächsten Monat vakant bleiben müsse, da der Machtkampf zwischen Ravalomanana und Ratsiraka noch nicht entschieden sei. Nach wie vor kontrollieren Ratsiraka-treue Milizen einige Teile des Inselstaates. D.J.

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