: Machtdemonstration durch Trennscheibe
Hannover (taz) - Ein Gefangenenbesuch im Hochsicherheitstrakt der JVA-Celle endete für die Schwester des Gefangenen Lutz Taufer mit zwei gequetschten Fingern. Als Beate Taufer-Jansen am Ende des einstündigen Besuches noch Abschiedsworte mit ihrem Bruder wechselte, fuhr ein Vollzugsbeamter die im Besucherraum eingebaute Trennscheibe gänzlich in Höhe, obwohl Frau Taufer-Jansen noch zwei Finger auf der Oberkante der Scheibe liegen hatte. Die Finger wurden zwischen Trennscheibe und Rahmen eingequetscht. Die stark blutenden Verletzungen mußten im Krankenhaus genäht werden. Frau Taufer-Jansen bereitet eine Strafanzeige wegen Körperverletzung vor.
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen