■ MASSENENTLASSUNGEN: Volkswagen de Mexico: Wer streikt, fliegt!
Berlin (taz) — Nach nur einer Woche Streik hat der Chef des mexikanischen Zweigwerks von Volkswagen, Martin Josephi Wellmann, alle 14.289 ArbeiterInnen seines Betriebs gefeuert. Sie sind im Ausstand, weil sie deutlich mehr Geld wollen und sich von ihrem Gewerkschaftsvertreter in den Tarifverhandlungen verraten und verkauft fühlen. Wellmann kündigte nicht nur, er drohte mit einer noch größeren Keule.
Das Werk in Puebla könnte auch endgültig geschlossen und dann verlagert werden. In der VW-Zentrale Wolfsburg döste man derweil in den Betriebsferien. Vorstand und Gesamtbetriebsrat waren gestern nicht im Bilde. SEITE 6
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen