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Lukas Wallraff übrigensFür Erfolge sind Strack-Zimmermann und Wadephul noch zu jung

So leid es mir tut, weil es mich auch selbst betreffen könnte: Alle, die nach den Boomern geboren sind, sollten den Tatsachen ins Auge blicken. Die Rente mit 70 wird ein schöner Traum bleiben. Dass wir uns in diesem zarten Alter bereits zur Ruhe setzen können, müssen wir uns leider abschminken.

Spätestens seit Arbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) im hinterhereilenden Gehorsam vor der Union eine stufenweise Erhöhung des Rentenalters in Aussicht gestellt hat, ist klar, dass die überparteiliche Rentenkommission noch einen draufsetzen muss, weil so ein zögerliches Gewurschtel der sozialistischen Merz-Regierung bei Weitem nicht ausreicht.

Wenn in der garantiert objektiv neutralen und lobbyfernen Expertenrunde, die bald ihre Ergebnisse verkünden soll, noch irgendein Sachverstand vorhanden ist, kann sie nur die einzig wirklich nachhaltige Maßnahme vorschlagen, die Deutschland retten und unsere Aufrüstungskraft erhalten wird: die Arbeit ab 70.

Alle seriösen Ausbeutungsfachleute sind sich schon lange einig, dass daran kein Weg vorbeiführt, weil die Leistungsfähigkeit im Alter erwiesenermaßen steigt und frühestens mit 90 ihren Höhepunkt erreicht. Aber im rückständigen Deutschland haben das die letzten Zweifler erst in dieser Woche kapiert, als der bedauernswert unerfahrene Außenminister Johann Wadephul (63) bei der UNO-Abstimmung in New York eine „herbe Niederlage“ gegen Österreich einfuhr. So jämmerlich kann es nicht weitergehen!

Lukas Wallraff

ist Seite-1-Redakteur und hat noch knapp 15 Jahre Zeit, bis er zur Arbeit ab 70 antreten muss

Welche Reife wirklich nötig ist, um im internationalen Wettbewerb mitzuhalten, zeigen die mit Abstand erfolgreichsten Aktivrentner Xi Jinping (72), Wladimir Putin (73), Benjamin Netanjahu (76) und Donald Trump (79) täglich. Es ist überfällig, daraus zu lernen und aufzuholen.

Eigentlich kann die Rentenkommission nur die Arbeit ab 70 empfehlen

Als erste deutsche Partei hat die FDP die Zeichen der Zeit erkannt und Wolfgang Kubicki (74) zum neuen Chef gewählt. Logisch. Marie-Agnes Strack-Zimmermann (68) ist für so einen anstrengenden Job einfach noch zu jung. Auch die Union beendete ihre Kanzlertauschdebatten, weil Friedrich Merz (70) keine älteren Konkurrenten hat und jetzt erst richtig loslegt. Das wird die Stimmung in Deutschland aufhellen. Allerdings nur bis zum ersten deutschen WM-Spiel. Gegen Curaçao mit Coach Dick Advocaat (78) dürfte das Team von Trainer Julian Nagelsmann (38) keine Chance haben.

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