: Lokalkoloratur
„Sich unauffällig vom Acker zu machen“war noch nie das Ding von Karl Heinz Roth. Den öffentlichen Abschied von seinen FreundInnen und PatientInnen in St. Pauli, zu dem am Montag abend rund 250 Menschen im Stadtteilzentrum Kölibri erschienen, nutzte der politische Arzt und Historiker deshalb zu einem kritischen Resümee. „Aus Prinzip“habe er mitgemischt: gegen die Ausgrenzung Einzelner durch Behörden, für den Erhalt der Hafenstraße oder im Kampf ums Hafenkrankenhaus – immer „an der Seite der Menschen“im Viertel. Entsprechend vielschichtig war die Gästemischung am Montag: Junkies waren gekommen und MigrantInnen, Ex-RAFMitglieder, junge und alte St. PaulianerInnen. Wie die 82jährige Marta Bollo: „Der Herr Doktor ist einfach eine Wucht.“rast
Gemeinsam für freie Presse
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen