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Lesum blockiert

■ Werderländer kämpfen um nächtliche Brückenöffnung auch im Sommer / Weg zur Grohner Kneipe sonst 15 km länger

In der Nacht zum Freitag hat auf der Lesum die Sommer -Segelsaison begonnen. Auch wenn es eiskalt regnete und weit und breit kein Segelboot in Sicht war, der Wärter des Lesum -Sperrwerks wollte den Dienstplan erfüllen und pünktlich um 22 Uhr zum ersten Mal in diesem Jahr den Fuß-und Radweg zugunsten des Wassersports unterbrechen. Doch da standen schon gut 50 zornige BewohnerInnen des Werderlandes auf dem Steg. Sie wollten sich mit ihrer Blockade auch im Sommer die nächtliche Verbindung zu Grohns und Vegesacks Kneipen erkämpfen. Auch vor Ort in der kalten Nacht: der Leiter des Bremer Wasserwirtschaftsamtes, Hans-Dieter Bücken.

„Die Schiffahrt hat rechtlich hier den Vorrang“, erklärte er den Blockierern. So sei es nun einmal im Planfeststellungsver

fahren festgeschrieben. Vom 16. März bis zum 15. November bleibt deshalb nachts die Schiffs-Durchfahrt offen, der Fußweg folglich abgeschnitten. Sollte das Sperrwerk auch nachts je nach Bedarf geöffnet oder geschlossen werden, müßte drei zusätzliche Planstellen her. Deshalb - Wetter hin oder her - müsse der Steg nun hochgeklappt werden.

Doch die Werderländer blieben stur. Bis kurz vor elf harrten sie aus, stärkten sich mit heißem Teepunsch und bekamen schließlich einen Termin mit Ortsamtsleitern und Wassersport-Verbänden. Am 10. April soll nach einem Weg gesucht werden, der sowohl den 2.000 Booten in der Lesum den nächtlichen Weg in die Weser nicht versperrt als auch den Werderländer Nachtschwärmern die Heimkehr nicht um 15 km verlängert.

Ase

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