piwik no script img

■ Öffentl. DienstLeistung belohnen

Bonn (dpa) – Mit Geldprämien und befristeten Gehaltszuschlägen will die Bundesregierung künftig gute Leistungen der 6,6 Mio. Beschäftigten im öffentlichen Dienst belohnen. Auch sollen demnächst „Spitzenjobs“ in den Amtsstuben zunächst nur auf Probe vergeben werden, heißt es im Perspektivbericht für den öffentlichen Dienst. Bundesinnenminister Kanther (CDU) erhofft sich dadurch mehr leistungsorientiertes Arbeiten in den Verwaltungen. Vorbild soll das neue Post-Modell sein. Besonders engagierte Arbeit kann dort mit bis zu einer Gehaltsstufe höher bezahlt werden: Beim Amtmann macht dies 170 Mark brutto im Monat aus, beim Regierungsdirektor sogar bis zu 650 Mark. Die Leistungsprämien sollen an anderer Stelle durch Personaleinsparungen erwirtschaftet werden. Mehrausgaben soll es nicht geben, heißt es. Das Modell soll in Ländern und Kommunen Ende 1995 starten.

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen