Leichte Sprache zur Bundestags-Wahl

Wo findet Inklusion statt?

Über das Thema Inklusion wird im Wahl-Kampf kaum gesprochen. Hier eine Übersicht: Wo findet Inklusion statt und wo nicht?

Eine Frau mit einer orangefarbenen Stola

Foto: imago/MichaelSchick

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Ist der Text noch zu schwer?

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Den Original-Text lesen Sie auf leidmedien.de

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Inklusion ist ein wichtiges Thema.

Inklusion bedeutet:

Menschen mit Behinderungen nehmen an der Gesellschaft teil.

Alle Menschen mit Behinderungen können überall mitmachen.

Ziel von Inklusion ist zum Beispiel:

• Freier Zugang zu Informationen.

• Bewegungs-Freiheit im Verkehr und in Gebäuden.

• Frei über Beruf und Ausbildung entscheiden.

Wo kommt das Thema Inklusion im Wahl-Kampf

vor der Bundestags-Wahl vor?

Und wo nicht?

Hier können Sie sich zu den einzelnen Themen klicken:

Wahl-O-Mat

Wahl-Spots

Inklusion in Wahl-Programmen

Inklusion in Zeitungen

Menschen mit Behinderungen über die Bundestags-Wahl

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► Wahl-O-Mat

Der Wahl-O-Mat ist ein Angebot zur Bundestags-Wahl im Internet.

Den Wahl-O-Mat gibt es hier.

Der Wahl-O-Mat stellt Fragen zu wichtigen politischen Themen.

Zum Beispiel zu:

Bildung, Flüchtlinge oder Mieten.

Viele Wähler benutzen den Wahl-O-Mat.

Die Wähler beantworten die Fragen und finden heraus:

Welche Partei passt zu mir?

Aber:

Es gibt im Wahl-O-Mat keine Fragen zu Inklusion.

Man erfährt also nicht:

• Welche Partei setzt sich für Inklusion ein?

• Welche Partei passt zu mir, wenn mir Inklusion wichtig ist?

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► Wahl-Spots

Vor der Bundestags-Wahl machen viele Parteien Wahl-Spots.

Wahl-Spots sind kurze Filme,

in denen die Parteien Werbung für ihre Ziele machen.

Aber:

In den meisten Wahl-Spots kommen

keine Menschen mit Behinderungen vor.

Menschen mit Behinderungen kommen nur in einem Wahl-Spot vor.

In einem Wahl-Spot von der CDU.

Der Wahl-Spot von der CDU zeigt eine Roll-Stuhl-Fahrerin.

Die Roll-Stuhl-Fahrerin ist im Wahl-Spot aber alleine zu sehen.

Man fragt sich:

Ist Behinderung also etwas,

bei dem Leute ans Alleinsein denken?

Warum zeigen die Parteien keine Menschen mit Behinderungen

in einer Familie, mit Freunden oder bei der Arbeit?

Gehören Menschen mit Behinderungen nicht zur Gesellschaft?

Hier können Sie sich den Wahl-Spot von der CDU ansehen:

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► Inklusion in Wahl-Programmen

In den Wahl-Programmen von den Parteien kommt Inklusion vor.

Was sagen die Parteien zu Inklusion?

Gleicht folgt ein Bild,

das die Aussagen der Parteien zu Inklusion zusammenfasst.

Das Bild zeigt,

welche Ziele die Parteien beim Thema Inklusion haben.

Zum Beispiel hier:

• Wahlrecht für alle Menschen mit Behinderungen

• gerechte Löhne in Behinderten-Werkstätten

• Barrierefreiheit in Zeitungen, Radio und Fernsehen

Der grüne Daumen zeigt,

wenn sich die Partei für das Ziel einsetzt.

Der rote Daumen zeigt,

wenn sich die Partei nicht für das Ziel einsetzt.

Hier ist das Bild:

Grafik: Netzwerk Ability Watch

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► Inklusion in Zeitungen

Die Zeitung „Brandeins“ veröffentlicht zur Bundestags-Wahl

Infos in Leichter Sprache.

„Brandeins“ schreibt,

was Parteien in ihren Wahl-Programmen

zum Thema Bildung sagen.

Was sagen CDU/CSU, SPD, Linke, Grüne, FDP und AfD zu Bildung?

Die leichten Antworten auf „Brandeins“ finden Sie hier.

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► Menschen mit Behinderungen über die Bundestags-Wahl

Christian Specht ärgert sich,

dass viele Menschen mit Behinderungen nicht wählen dürfen.

Den Text in der taz dazu lesen Sie hier.

Anne Gersdorff setzt sich für Inklusion auf dem Arbeitsmarkt ein.

Sie spricht darüber,

warum viele Menschen mit Behinderungen

keinen Arbeits-Platz bekommen.

Den Radio-Beitrag auf „detector.fm dazu hören Sie hier.

Natalie Dedreux hat das Down-Syndrom.

Sie hat Angela Merkel in einer Sendung von der ARD

eine Frage gestellt.

Dabei ging es um das Thema Schwangerschafts-Abbruch.

Natalie Dedreux sagt:

9 von 10 Schwangerschaften mit

einem Kind mit Down-Syndrom werden abgebrochen.

Das Kind kommt nicht auf die Welt.

Das Video dazu sehen Sie hier:

Natalie Dedreux stellt ihre Frage an Frau Angela Merkel // Wahlarena 11.9.2017 from braganca werkstatt on Vimeo.

Übersetzung: Christine Stöckel und Juliane Fiegler

Prüfung: Leider konnte der Text diesmal nicht geprüft werden.

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leicht@taz.de

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