Leichte Sprache | Kurz

Die Pille für den Mann

Die Pille ist ein beliebtes Verhütungs-Mittel. Aber für Frauen hat sie viele Neben-Wirkungen. Wo bleibt die Pille für den Mann?

Eine Verpackung mit Pillen, auf denen Spermien durchgestrichen sind

Wann gibt es die Pille für den Mann? Foto: Okapia, Montage: taz

Hinweis:

Hier können Sie den Text herunterladen.

Hier können Sie den Original-Text lesen.

Hier finden Sie den Text in lang.

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Eine Frau und ein Mann haben Sex.

Sie wollen dabei aber keine Kinder zeugen.

Wie verhindern sie eine Schwangerschaft?

Sie können Verhütungs-Mittel benutzen,

zum Beispiel die Anti-Baby-Pille.

Diese Pille gibt es seit über 50 Jahren.

Sie ist ein Medikament.

Ein Arzt schreibt ein Rezept für die Pille.

Frauen kaufen die Pille mit dem Rezept in der Apotheke.

Die Pille ist ein beliebtes und sicheres Verhütungs-Mittel.

Aber nicht alles ist gut an der Pille.

Denn es gibt die Pille nur für Frauen, nicht für Männer.

Das bedeutet:

Viele Frauen müssen sich allein um die Verhütung kümmern.

Sie tragen dabei sehr viel Verantwortung.

Sie müssen viel Geld für die Pille bezahlen.

Sie müssen die Pille regelmäßig schlucken.

Und sie müssen mit Neben-Wirkungen umgehen,

wie zum Beispiel Übelkeit und Depressionen.

Wo bleibt die Pille für Männer?

Immer weniger junge Frauen nehmen die Pille.

Manche Menschen fragen sich deshalb:

Warum gibt es keine Pille für Männer?

In Wirklichkeit sucht die Forschung schon seit Jahren

nach einem Verhütungs-Mittel für Männer.

Forscher auf der ganzen Welt forschen daran.

Zum Beispiel in China, Indien und den USA.

Aber die Forschung trifft immer wieder auf Probleme.

Welche Probleme gibt es bei der Forschung?

Große Unternehmen

Große Unternehmen bestimmen den Medikamenten-Markt.

Sie entscheiden:

Soll ein Medikament in den Verkauf kommen oder nicht?

Dabei ist für die Unternehmen wichtig,

welches Medikament viel Geld einbringt.

Die Anti-Baby-Pille bringt aktuell viel Geld ein.

Das wollen die Unternehmen nicht ändern.

Deshalb bezahlen die Unternehmen nur wenig

oder gar kein Geld für die Forschung

an Verhütungs-Mitteln für Männer.

Strenge Regeln

Außerdem gibt es strenge Regeln in der Medikamenten-Forschung

Diese 2 Regeln sind dabei besonders wichtig:

• Das Medikament muss genau getestet werden.

• Das Medikament darf nur wenige Neben-Wirkungen haben.

In jedem Land sind diese Regeln unterschiedlich streng.

Und oft werden diese Regeln noch strenger.

Dann müssen die Forscher manchmal sogar

mit ihrer Arbeit von vorne anfangen.

Bis die Pille für den Mann verkauft werden kann,

müssen diese Probleme gelöst werden.

Es kann also noch eine Weile dauern,

bis es die Pille für Männer wirklich gibt.

Original-Text: Luise Strothmann und Sohini Chattopadhyay

Übersetzung: Christine Stöckel

Prüfung: capito Berlin, Büro für barrierefreie Information

Ein Text vom: 28. September 2018

Einmal zahlen
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Die Pille für den Mann

Die Pille ist ein beliebtes Verhütungs-Mittel. Aber für Frauen hat sie viele Neben-Wirkungen. Wo bleibt die Pille für den Mann?

Eine Verpackung mit Pillen, auf denen Spermien durchgestrichen sind

Wann gibt es die Pille für den Mann? Foto: Okapia, Montage: taz

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Eine Frau und ein Mann haben Sex.

Sie wollen dabei aber keine Kinder zeugen.

Wie verhindern sie eine Schwangerschaft?

Sie können Verhütungs-Mittel benutzen,

zum Beispiel die Anti-Baby-Pille.

Diese Pille gibt es seit über 50 Jahren.

Sie ist ein Medikament.

Ein Arzt schreibt ein Rezept für die Pille.

Frauen kaufen die Pille mit dem Rezept in der Apotheke.

Die Pille ist ein beliebtes und sicheres Verhütungs-Mittel.

Aber nicht alles ist gut an der Pille.

Denn es gibt die Pille nur für Frauen, nicht für Männer.

Das bedeutet:

Viele Frauen müssen sich allein um die Verhütung kümmern.

Sie tragen dabei sehr viel Verantwortung.

Sie müssen viel Geld für die Pille bezahlen.

Sie müssen die Pille regelmäßig schlucken.

Und sie müssen mit Neben-Wirkungen umgehen,

wie zum Beispiel Übelkeit und Depressionen.

Wo bleibt die Pille für Männer?

Immer weniger junge Frauen nehmen die Pille.

Manche Menschen fragen sich deshalb:

Warum gibt es keine Pille für Männer?

In Wirklichkeit sucht die Forschung schon seit Jahren

nach einem Verhütungs-Mittel für Männer.

Forscher auf der ganzen Welt forschen daran.

Zum Beispiel in China, Indien und den USA.

Aber die Forschung trifft immer wieder auf Probleme.

Welche Probleme gibt es bei der Forschung?

Große Unternehmen

Große Unternehmen bestimmen den Medikamenten-Markt.

Sie entscheiden:

Soll ein Medikament in den Verkauf kommen oder nicht?

Dabei ist für die Unternehmen wichtig,

welches Medikament viel Geld einbringt.

Die Anti-Baby-Pille bringt aktuell viel Geld ein.

Das wollen die Unternehmen nicht ändern.

Deshalb bezahlen die Unternehmen nur wenig

oder gar kein Geld für die Forschung

an Verhütungs-Mitteln für Männer.

Strenge Regeln

Außerdem gibt es strenge Regeln in der Medikamenten-Forschung

Diese 2 Regeln sind dabei besonders wichtig:

• Das Medikament muss genau getestet werden.

• Das Medikament darf nur wenige Neben-Wirkungen haben.

In jedem Land sind diese Regeln unterschiedlich streng.

Und oft werden diese Regeln noch strenger.

Dann müssen die Forscher manchmal sogar

mit ihrer Arbeit von vorne anfangen.

Bis die Pille für den Mann verkauft werden kann,

müssen diese Probleme gelöst werden.

Es kann also noch eine Weile dauern,

bis es die Pille für Männer wirklich gibt.

Original-Text: Luise Strothmann und Sohini Chattopadhyay

Übersetzung: Christine Stöckel

Prüfung: capito Berlin, Büro für barrierefreie Information

Ein Text vom: 28. September 2018

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