: Laubenpieperfest in Bonn: Ein Abend in Rot-Grün
„Unwichtig sind hier Parteien und Klassen. Nur Liebe zur Scholle, zu Blumen und Baum, zu Früchten und Kompost und manchmal zu Kohl.“ Im Hexameter-Versmaß begrüßte Bundessenatorin Heide Pfarr am Mittwoch abend ihre Gäste im Schrebergarten der Landesvertretung in Bonn. Es war zwar schon das 17. „Laubenpieperfest“ in der Bundeshauptstadt, aber das erste unter rot-grüner Verantwortung. Und das verpflichtete, fanden die GastgeberInnen: Von den Ansteck -Bärchen als Begrüßungsgeschenk - selbst Diepgen schmückte zumindest eine Weile seinen Revers damit, über die Berliner Weiße bis zur Illumination eines alten Parkbaumes: Rot und Grün waren die Farben des Abends. Der erstmals am Rhein so präsentierte Rollentausch von Opposition und Regierung an der Spree hatte für jeden seinen eigenen Reiz. Für Diepgen blieb nur ein freundlicher Händedruck seines Amtsvorgängers Richard von Weizsäcker, die Aufmerksamkeit des Bundespräsidenten galt seinem Nachfolger Momper. Nicht gesichtet wurde der skandalumwitterte Heinrich Lummer. Für ihn mußte unfreiwillig ein Parteifreund einstehen: „Das war er, der Lummer“, tuschelten zwei Passanten hinter dem zum Fest eilenden Diepgen her.
dpa
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