: Lass uns nicht von Sex reden
Bérangère Palix sagt „Parlez-moi d’autre chose“ und meint doch die Liebe
Reden? Kann man grundsätzlich über alles. Was so auch fürs Singen gelten sollte, und zum Beweis sei die hübsche Platte „Black Snakes“ von Red Krayola hervorgekramt: Von zukünftigen Bomberpiloten ist da zu hören, und ein schönes Porträt von W. I. Lenin im Stile von Jackson Pollock. Selbst Worte wie „Gynaecology in Ancient Greece“ sind in den Songs verstaut, vor denen im sonstigen Popgeschäft eher zurückgeschreckt wird. Mit der faden Ausrede, dass sich das so schwer singen lassen würde. Auch Bérangère Palix seufzt „Parlez-moi d’autre chose“ und hat doch wieder das musikalische Allerweltsthema Liebe im Auge. Was aber schon schön ist, weil die Wahlberlinerin aus dem südfranzösischen Ardèche dabei Erinnerungen an die Chansons von Erzschwerennöter Serge Gainsbourg, von Jacques Brel und dem alten Spötter Boris Vian auffrischt. Balladen paaren sich eben gern mit Romantik, und dieser Liaison gönnt Palix noch einen zart ironischen Zungenschlag. Begleitet wird sie dabei von Daniel Sutton am Klavier.
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