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Kreml gängelt freie Medien

MOSKAU dpa/taz ■ Die russischen Sicherheitsbehörden gehen weiterhin gegen den Medienkonzern Media-Most des Kreml-kritischen Unternehmers Wladimir Gussinski vor: Vorgeblich wegen unerlaubten Waffenbesitzes wurde Gussinkis Privatsekretär festgenommen und dessen Wohnung durchsucht. Gussinski selbst war im Juni zeitweise in Haft. Ihm wird vorgeworfen, den russischen Staat um umgerechnet mehr als 40 Millionen Mark betrogen zu haben. Die Ermittlungen dauern an.

Abgeschlossen sind sie dagegen im Verfahren gegen Andrej Babizki, einen russischen Mitarbeiter des US-Auslandssenders Radio Liberty. Dem wegen seiner kritischen Berichterstattung über den Tschetschenienkrieg bei den russischen Behörden unbeliebten Journalisten droht jetzt eine Haftstrafe zwischen drei und sechs Monaten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm den Gebrauch gefälschter Dokumente vor. Babizki galt Anfang diesen Jahres über mehrere Wochen als im Kaukasus-Kriegsgebiet verschollen, tatsächlich wurde er aber in dieser Zeit in russischer Untersuchungshaft festgehalten.

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