■ 11.600 KILOMETER NEUE FERNSTRASSEN GEPLANT: Krause: Straßen pflastern seinen Weg
Hamburg/Lübsee (taz) — Der Bundesverkehrsminister und fanatische Autoholic Günther Krause will das Straßennetz in der Bundesrepublik massiv erweitern, damit das Treibhaus optimal angeheizt werde: 11.600 Kilometer Autobahn und Bundesstraßen sollen bis zum Jahr 2010 neu- oder ausgebaut werden. Mit 250 Milliarden Mark handelt es sich um das größte Straßenbauprogramm der deutschen Nachkriegsgeschichte. Die Hauptmasse Beton soll sich im Westen der Republik ergießen: 7.842 Kilometer in den alten Bundesländern, im Osten 3.741 Kilometer. Im Westen sind längst totgesagte Autobahnprojekte in den Bundesverkehrswegeplan92 aufgenommen worden. Im Osten will Krause unter anderem die Ostseeautobahn von Lübeck nach Stettin verwirklichen — quer durch ein geplantes Naturschutzgebiet. Das Freiburger Öko-Institut zu den Krause-Plänen: Jeder Straßenausbau führe zu einem Anwachsen des Verkehrs. SEITEN 3 UND 12
Die Engagierten stärken
Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen