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Korrekte HGS-Privatisierung

Berlin. Die Treuhandanstalt erwartet eine Privatisierung der Ost-Berliner Haushaltsgeräteservice GmbH (HGS) innerhalb von zwei Wochen. Treuhand-Sprecher Wolf Schöde sagte gestern, die Einschaltung des Insiderausschusses in das Verfahren habe nichts mit vermutetem Mißbrauch von Insiderwissen durch den früheren HGS-Aufsichtsratsvorsitzenden Claus Wisser oder den Direktor der Treuhand-Abteilung Elektrotechnik/Elektronik, Harald Lang, zu tun. Die Treuhand wolle sogar, daß Angestellte des Hauses sich für Unternehmen interessierten. Die Einschaltung des Insiderausschusses erfolge in einem solchen Fall aber routinemäßig.

Schöde bestritt einen Bericht des 'Spiegels‘, wonach Lang dem Textilproduzenten Wisser die HGS viel zu billig verkaufen wollte und bereits unterschriftsreife Verträge vorgelegen hätten. Er stellte einen Sachstandsbericht zum Stand der Privatisierung in Aussicht.

Der spätere Zuschlag für die Investorengruppe Ermgassen aus London beruhe auf deren besserem Angebot. Ermgassen habe schon Wochen vor Ablauf der Ausschreibungsfrist im November vergangenen Jahres vorgesprochen und sich umfassend informiert. Wie es heißt, liegt ein Gutachten der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Treuarbeit vor, nach dem Ermgassen von allen Angeboten die beste Offerte unterbreitet habe.

HGS ist der einzige Haushaltgerätewartungs-Betrieb in Ostdeutschland. Die Firma beschäftigt 1.500 Mitarbeiter. dpa

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