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Konstruktive Pause

■ Generalversammlung der Bürgschaftsbank „Haftungsassoziation“ will erst im April endgültig über Satzungsänderung entscheiden

Selbstverwaltung rein oder raus aus der Satzung, das war am Donnerstag abend die große Frage auf der Generalversammlung der Bürgschaftsbank „Haftungsassoziation“ (HA), die vor rund einem Jahr die Arbeit mit dem Ziel aufgenommen hatte, selbstverwalteten Betrieben durch Rückbürgschaften Bankkredite zu ermöglichen. Nach heftiger Kontroverse kam es aber zu keiner Einigung, so daß über eine Satzungsänderung erst nach reiflicher Überlegung im April entschieden werden soll.

Wie berichtet, sollte am Donnerstag eine Satzungsänderung beschlossen werden, wonach der Begriff „selbstverwaltete Betriebe“ gestrichen und durch „klein kooperative Betriebe“ ersetzt werden sollte. Die genannte Änderung war bereits im Vorfeld auf harsche Kritik gestoßen. Vor allem „Netzwerk“ und „Stattwerke“ befürchteten den Ausverkauf des Selbstverwaltungsgedankens und eine Ausgrenzung selbstverwalteter Betriebe aus der Förderung der Bürgschaftsbank.

Auf der Versammlung war man sich zwar weitgehend einig, daß die Zielgruppe nicht allein auf selbstverwaltete Betriebe beschränkt bleiben soll. Zumal nur ein geringer Teil der HA -Bürgschaften an diese Betriebe geht. Wie sich dieser Umstand nun aber in der Satzung niederschlagen soll, blieb nach wie vor kontrovers.

Keinen Konsens fand der Kompromißvorschlag, „selbstverwaltete Betriebe“ und „klein kooperative Betriebe“ gleichberechtigt nebeneinander stehen zu lassen. Die Vertreterin der Kirche, die die Bankgründung damals mit einer Million Mark unterstützte, versuchte vergebens zu vermitteln. Vor allem Marlene Kück vom HA-Vorstand wollte sich nicht von Zufallsmehrheiten zu einem Kompromiß zwingen lassen.

bim

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