Kommentar Ex-Friedhöfe: Interessante Perspektiven
Ein Friedhofspark könnte der immer dichteren Nutzung Bahrenfelds etwas entgegen setzen.
D em Friedhof Bornkamp gehen die Toten aus. Wie das Beispiel Wohlers Park zeigt, wird er zwar nicht von heute auf morgen in einen öffentlichen Park verwandelt werden können. Doch die Perspektive, was mit dem Gelände gemacht werden könnte, ist durchaus fantasieanregend.
Der Friedhof, mit seinem abwechslungsreichen alten Baumbestand, könnte Begehrlichkeiten für den Wohnungsbau wecken. Schließlich ist ein Teil der Fläche Wiese und Bahrenfeld durch den Volkspark und die benachbarten Friedhöfe gut mit Grünflächen versorgt.
Dagegen steht die ästhetische Qualität des Friedhofs, der heute schon ein Erlebnis für Spaziergänger ist. Dagegen steht auch, dass der Friedhof zwar nicht in direkter Nachbarschaft zu größerer Wohnbebauung liegt, aber doch in einer Entfernung, die selbst zu Fuß gut zu überbrücken ist.
Und Bahrenfeld kommt: Die Nähe zu Ottensen macht es attraktiv, hier Wohngebiete zu verdichten und Brachen zu bebauen. Außerdem ist schon lange die Rede davon, den Fernbahn-Teil des Altonaer Bahnhofs an den Diebsteich zu verlegen. Der immer dichteren Nutzung des Viertels könnte ein Friedhofspark etwas entgegensetzen, mehr noch: eine grüne Achse vom Diebsteich zum Volkspark. Wegen der langen Vorlaufzeiten gilt es, diese rechtzeitig zu sichern.
Unser Mittel gegen Antifeminismus
Wir machen linken Journalismus aus Überzeugung: kritisch, unabhängig und frei zugänglich für alle. Es gibt keinen Bezahlzwang, keine Paywall. Das geht nur, weil sich viele freiwillig beteiligen und unsere Arbeit unterstützen. Auch im Digitalen muss Journalismus, der für mehr Gleichberechtigung eintritt, finanziert werden. Unsere Leser:innen wissen: Journalismus entsteht nicht aus dem Nichts. Damit wir auch morgen noch unsere Arbeit machen können, brauchen wir Ihre Unterstützung. Schon über 48.000 Menschen machen mit und finanzieren damit die taz im Netz - kostenlos für alle. Setzen Sie ein Zeichen für die taz und für die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5 Euro sind Sie dabei. Jetzt unterstützen
meistkommentiert