Kommentar: Daran darfs nicht scheitern: Spenden – jetzt!

Weil sie wegen zu großer Nachfrage zu schnell gewachsen, weil sie zu notwendig ist, droht der Versorgungsbrücken-Initiative das Aus. Das muss verhindert werden.

Mit „so viel Engagement wie möglich“ arbeite man, heißt es auf der Homepage des Vereins Ambulante Versorgungsbrücken: Und das ist wahr. Als unwahr erweist sich leider die zweite Behauptung der Selbstdarstellung, nämlich, dass man dabei auch „so viel Profession wie nötig“ aufwende.

Ganz offensichtlich hat man zu viel Energie ins sozial-karitative Anliegen gesteckt – und zu wenig für Geschäftsführung, Verwaltung und Geldakquise übrig gehabt. Man ist, und das ist eine direkte Folge der übergroßen Nachfrage, schneller gewachsen, als man es organisatorisch hätte verkraften können.

Also weil sie zu erfolgreich, weil sie inhaltlich zu wichtig, weil sie zu gut war, droht jetzt Elsbeth Rüttens Initiative die schnöde Insolvenz – einer Initiative, die ein zumal in einer alternden Gesellschaft gravierendes Defizit der Sozialsysteme auf prima-pragmatische Art lindert? Weil sie nicht professionell allen immer den Klingelbeutel vor die Nase gehalten und sie daran erinnert hat, dass sich auch gute Taten nicht ohne materielle Basis realisieren lassen?

Das kann doch, das darf doch wohl nicht wahr sein! Kommt, Leute, 10.000 Euro – das ist doch ein Pappenstiel in einer so reichen Stadt! Das muss doch aufzubringen sein, in einer so reichen Stadt, deren EinwohnerInnen schon heute zu über einem Viertel älter sind als 60.

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Jahrgang 1972. Seit 2002 bei taz.nord in Bremen als Fachkraft für Agrar, Oper und Abseitiges tätig. Alexander-Rhomberg-Preis 2002.

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