: Klee auf Baltrum
■ Paul Klees Aquarelle in Inselausstellung
„Kunst, sagte Paul Klee, gebe nicht das Sichtbare wieder, sondern mache sichtbar. So malte der Wegbereiter der abstrakten Kunst seine phantastischen Aquarelle von der Nordseeinsel Baltrum. Der Reiz dieses verträumten Eilandes muß den Künstler verführt haben. Denn er wurde hier seiner Maxime, auf keinen Fall die Natur nachzuahmen, ein wenig untreu.
Baltrum ist mit 6,5 Quadratkilometern die kleinste der ostfriesischen Insel. –Baltrum is'n Sandfatt“ (Baltrum ist eine Sandwüste) hieß es noch Anfang dieses Jahrhunderts. Eine Begrünungsaktion der Insulaner und der Aufbau eines Kurmittelbetriebes änderten dies sehr schnell. Heute ist Baltrum wie seine Nachbarinseln ein Ferienparadies, in dem ein reichhaltiges Erholungs-und Freizeitprogramm angeboten wird, wenn auch nicht so großzügig und aufdringlich wie anderswo.
Rund 30 000 Urlauber besuchen jährlich diesen Ruhepol, der vom Fährhafen Neßmersiel zu erreichen ist. Wem es in diesem Sommer nicht vergönnt ist, die Dünenlandschaften und Farben dieser Insel zu erleben, kann dies im Herbst in der Bremer Kunsthalle nachholen. Vom 5. Oktober bis zum 28. November werden hier dann die „Baltrum Aquarelle“ von Paul Klee in einer Ausstellung zu sehen sein.
Heinrich Heeren / dpa
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen