piwik no script img

Klauhochburg Uelzen

■ Autoschieberring in der Heide aufgeflogen

Bundesweit müssen womöglich mehr als 1.000 Autobesitzer mit der Enteignung ihres soeben angeschafften Fahrzeugs rechnen. Der Uelzener Kripo hat seit Dezember 1992 in der östlichen Lüneburger Heide mehr als 50 neuwertige Autos sichergestellt. Die Autos hatte ein Händler aus dem Landkreis Uelzen von einer Dortmunder Firma bezogen; gegen diesen Mann ermittelt nun die Dortmunder Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der Hehlerei.

Nach den bisherigen Erkenntnissen der Polizei sind die in Tätendorf-Eppensen (Kreis Uelzen) sichergestellten Autos „offenbar in großem Stil“ von einer Dortmunder Firma vertrieben worden. Dort sollen gestohlene Neuwagen mit neuen Fahrgestellnummern versehen worden sein. Diese Fahrzeuge, vorwiegend Golf und Passat, sind möglicherweise bundesweit über Zeitungsannoncen verkauft worden.

Ins Rollen sei der Fall gekommen, als eine Kundin aus Lüchow bei ihm einen Wagen kaufte und darin versteckt den Fahrzeugschein gefunden habe, der vor dem Diebstahl des Autos ausgestellt worden war. Neun Wagen soll der Händler an einen Kollegen in Uelzen weiterverkauft haben. Bei dem tauchte in dieser Woche ebenfalls die Kripo auf und beschlagnahmte die Autos. dpa

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen